Banken, IT-ler, Fahrradclubs, Wirtschaftsförderungen, Industriebetriebe, Wohnungsbaugesellschaften. Sie alle waren mit Vertreter*innen beim neuen Austausch für Unternehmen und Interessierte zum Thema „Smart Cities“ in Südwestfalen dabei. Allein die Liste der Teilnehmenden zeigt, wie vielfältig „Smart Cities“ gedacht werden können – und sollen in Südwestfalen. Je mehr mitmachen und mitdenken, umso besser das Ergebnis. Die Online-Veranstaltung ist Teil des Bundesmodellprojekts „Smart Cities: 5 für Südwestfalen“. Dieses Mal dreht es sich um das „gute Leben“.

Noch wirkt es etwas diffus, aber in den kommenden Monaten und Jahren sollen die Städte und Gemeinden in Südwestfalen zu Smart Cities werden. Hinter dem Begriff steckt eine intelligente und nachhaltige Stadtplanung, in deren Mittelpunkt die Bedürfnisse der Menschen der Region stehen. Dazu können digitale Behördengänge zählen, vernetzte Mobilitätsangebote oder smarte Parkleitsysteme, aber auch hunderte andere Möglichkeiten und Ideen.

Möglich macht es das Modellprojekt “Smart Cities: 5 für Südwestfalen“ der fünf Pionierkommunen Arnsberg, Bad Berleburg, Menden, Olpe und Soest zusammen mit der Südwestfalen Agentur. Sie gehen bei dem Thema voran und nehmen die anderen 54 Kommunen mit auf diesem Weg. Und nicht nur die Städte, sondern eben auch alle Interessierten und Unternehmen. „Wenn es um Städte der Zukunft geht, ist das für uns in Südwestfalen nicht nur eine Aufgabe der Städte und Gemeinden“, sagte Matthias Barutowicz, der sich in der Südwestfalen Agentur um das Modellprojekt kümmert. „Wir glauben, dass in der Unternehmerschaft großes Interesse an Smart Cities herrscht und auch viel Know-how vorhanden ist. Betriebe und Organisationen können sich mit Produkten, Kontakten, Erfahrungen und auch ihrer Sichtweise einbringen. Etwa, wenn es darum geht, Arbeiten und Wohnen zusammenzudenken oder auch um neue Mobilitätsangebote.“

Diskussion über das „gute Leben“ – regelmäßige Treffen geplant

Beim ersten Online-Treffen sprachen die Beteiligten darüber, was das „gute Leben“ in Smart Cities ausmacht. In den Diskussionen kamen viele Aspekte zum Tragen. Die Teilnehmenden betonten, wie wichtig es sei, Digitalisierung sinnvoll einzusetzen und alle Bevölkerungsgruppen mitzunehmen. Auch besser organisierte Mobilität und vereinfachte Bürgerdienste trage zu einem „guten Leben“ bei. Die Hinweise nimmt das Smart-Cities-Team auf.

„Das ist ein spannendes Modellprojekt und eine große Chance für unsere Region“, unterstrich Maik Rosenberg, der als Geschäftsführer des Attendorner Unternehmens und Vorsitzender des Vereins „Wirtschaft für Südwestfalen“ gleich in doppelter Funktion dabei war.

Dem ersten „Smart Cities: Austausch“ sollen weitere in regelmäßigem Abstand folgen. „Diese Formate ersetzen aber nicht die direkte Beteiligung. Sie ergänzen den Dialog in den Smart Cities vor Ort. Dafür ist es uns wichtig, Unternehmen als Mitglieder der Stadtgesellschaft zu sehen und die Kommunen zu motivieren, sie mit ihrer Expertise und ihrem Know-how einzubinden.“, betonte Dr. Stephanie Arens, Leiterin der Bereichs Regionale Entwicklung und Smart Cities bei der Südwestfalen Agentur.

Um Unternehmen der Region in die Entwicklung von Smart Cities in Südwestfalen einzubinden, fand im Rahmen des Bundesmodellprojekts „Smart Cities: 5 für Südwestfalen“ der erste Austausch statt. Es ist eines von mehreren Beteiligungsformaten für Interessierte und soll künftig regelmäßig angeboten werden. (Grafik: Südwestfalen Agentur)