Bis zu 14 neue Wetterstationen für Bad Berleburg

von Emma Thelen

25. Februar 2026

Als Teil der Smart Cities-Projekte in Bad Berleburg wird das bestehende Wetterstationsnetz im Stadtgebiet deutlich erweitert und systematisch verdichtet. Mit diesem Schritt werden die bisherigen Wetterportale für Sauerland und Wittgenstein noch einmal erweitert. Ziel ist es, präzise und kleinräumige Wetter- und Klimadaten zu erfassen und diese für Katastrophenschutz, Stadtentwicklung, Landwirtschaft und die Öffentlichkeit nutzbar zu machen.

Netzwerk von 97 Stationen

Was im Jahr 2013 mit der ersten automatischen Wetterstation begann, ist inzwischen zu einem regionalen Netzwerk von 97 Stationen herangewachsen. Diese erstrecken sich vom nördlichen Westerwald bis an den Möhnesee und vom Diemelsee bis nach Menden. „Als in den Anfangsjahren vor allem der Tourismus Interesse zeigte, sind es heute zunehmend Dorfgemeinschaften, Vereine, Privatpersonen und immer mehr Kommunen, die auf kleinräumige Wetterdaten setzen“, so Julian Pape, Betreiber der Wetterportale für Sauerland und Wittgenstein.

Ein zentraler Schwerpunkt des Projekts liegt auf dem Katastrophenschutz. „Die flussreiche Topografie des Stadtgebiets birgt Hochwassergefahr. Mit Blick auf zunehmende Extremwetterlagen gewinnt dieses Thema weiter an Bedeutung. Ein dichtes Wettermessnetz ermöglicht es, Starkregenereignisse nahezu in Echtzeit zu beobachten. Perspektivisch sollen die Wetterdaten auf einer digitalen Plattform mit weiteren Sensordaten, etwa von Flusspegeln, zusammengeführt werden“, heißt es. So können die Freiwillige Feuerwehr, Rettungsdienste und der Katastrophenschutz frühzeitig reagieren und gezielt Maßnahmen einleiten. Gleichzeitig liefern die Daten eine wertvolle Grundlage für die kommunale Infrastrukturplanung, etwa beim Bau und der Dimensionierung von Entwässerungssystemen, Straßen oder Brücken.

Öffentliche Darstellung der Daten

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Projekts ist die offene Bereitstellung der Daten. Die erhobenen Wetterinformationen werden nicht nur für Verwaltung und Einsatzkräfte genutzt, sondern auch öffentlich zugänglich gemacht .

Die ersten neuen Wetterstationen sollen bereits im Frühjahr installiert werden. Der vollständige Ausbau des Netzes ist bis Herbst 2026 vorgesehen. Mit dem Projekt entsteht ein modernes, digitales Messnetz, das bestehende Strukturen ergänzt, kommunale Sicherheit erhöht und Bad Berleburg auf dem Weg zur resilienten Smart City unterstützt.


Bildquelle:

Textquelle: Westfalenpost

Bildquelle: WP | Julian Pape

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